|
Restlösemittel in pharmazeutischen Produkten
Pharmazeutische Fertigprodukte und Rohstoffe können Lösungsmittelrückstände enthalten. Diese stammen häufig aus Fabrikations- und Verarbeitungsprozessen, wo sie zur Synthese oder zur abschliessenden Reinigung der Produkte eingesetzt wurden und nicht vollständig eliminiert werden konnten.
In der europäischen (Ph. Eur.) und in der amerikanischen (USP) Pharmakopöe wird das Thema Restlösemittel jeweils im Kapitel Residual Solvents (Ph. Eur. Kapitel 5.4., USP Kapitel <467>) behandelt. Seit 2008 sind neue Richtlinien gültig, wonach die Prüfung auf Restlösemittel nach der Monographie des jeweiligen Rohstoffs nicht mehr ausreichend ist, sondern auf alle Lösungsmittel, die in einer Substanz oder in einem Produkt enthalten sein können, geprüft werden muss.
Aufgrund dieser neuen Bestimmung sind die Anforderungen an die analytischen Verfahren zur Bestimmung von Restlösemitteln gestiegen.
|